11 demotivierende Überzeugungen vor denen Du Dich in Acht nehmen solltest

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Ein Buch zu schreiben ist nicht nur harte Arbeit, es fordert auch Ausdauer und konstante Motivation. Kontinuierlich fällt es uns jedoch recht schwer uns selbst langfristig zu motivieren. Sei es, weil wir mit unserem Projekt allem Anschein nach stocken oder jegliche andere Tätigkeit in Momenten der intensiven Schreibphase einfach mehr Spaß macht.

Die Gedanken, hemmen uns in vielen Situationen und führen nachhaltig zu Demotivation. Um diese demotivierenden Gedanken und negativen Überzeugungen aus unseren Köpfen verbannen zu können, müssen wir diese zunächst identifizieren und verstehen. Nachfolgend sind elf solcher Glaubenssätze aufgelistet.

Perfektionistisches Denken

„Das muss jetzt perfekt sein!“

Was treibt uns an? Ehrgeiz! Der Schmale Grat zum Perfektionismus, kann allerdings auch hemmend wirken. Das Werk muss möglichst fehlerfrei, elegant, professionell oder perfekt durchgeführt werden. Entfällt uns nur etwas, dominieren Frustration, Enttäuschung und Unzufriedenheit die aktuelle Gefühlslage. Dadurch verlieren wir nur die Motivation an der unserem Werk selbst. Produktives Arbeiten scheint nun unmöglich.

Die harte Wahrheit: Wir sind nicht perfekt und werden es zukünftig nicht sein. Also starte kreativ und frei, also nicht perfekt. Werde einfach besser soweit deine Möglichkeiten es Dir erlauben und Du es zulässt.

Katastrophisierungen

„Wenn ich das nicht schaffe, dann geht die Welt unter!“

Die Vorstellung daran, was alles passieren würde, wenn wir ein bestimmte Vorgabe nicht erreichen wird häufig völlig überdramatisiert. Diese Gedanken sind irrational und können im negativen Fall zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Sie hemmen uns, sodass wir uns erst gar nicht aufraffen es zu versuchen, weshalb das Erreichen und der Erfolg mit Sicherheit ausbleibt.

Denke lieber an all das Gute, was passiert, wenn du dein Ziel erreichst!

Du-musst-/Du-sollst-Imperative

„Ich muss das können!“

Unhinterfragt reden wir uns oftmals Glaubenssätze ein. Solche gedanklichen Imperative sind jedoch aus motivationspsychologischer Sicht sehr stark demotivierend, das sie unbewusst Druck ausüben, weshalb wir schlussfolgend nicht nur den Spaß an der Sache selbst, sondern tatsächlich auch an unserer Leistung verlieren. Die Ressourcen, die wir für die Konzentration und Ausführung aufbringen werden, regulieren nun unsere Emotionen. Wir versuchen mit dem selbstauferlegten Druck umzugehen, statt uns der Tätigkeit voll und ganz hinzugeben.

Du musst gar nichts! Schon gar nicht, um es anderen zu beweisen; das wird leider nur allzu gerne vergessen.

Kontrafaktisches Denken (Entgegen-den-Fakten Denken)

„Hätte ich …, dann wäre ich … “

Die „Was wäre, wenn … „-Gedanken treten oftmals auf und sind nur Fantasien oder Träumereien, die zu keinem konkreten Fortschritt führen. Es wird über Dinge nachgedacht, sowie fantasiert, die nicht eingetreten oder relevant sind.

Die zwei Kategorien des kontrafaktischen Denkens:

1. Aufwärtsvergleich: Die Gedanken darüber was alles Schöne hätte passieren können, wenn man etwas besser gemacht hätte. Der Gedanke daran was man alles verpasst hat, nur weil es nicht anders verlaufen ist.

konträr zu

2. Abwärtsvergleich: Die Gedanken darüber, wie viel schlimmer alles hätte kommen können und wie gut es ist, dass dieser schlechtere Zustand nicht eingetreten ist. Der Verfall in diese Phase des Jammerns ist hier äußerst verführerisch, da wir gerne in Träumereien verharren.

Übergeneralisierung

„Ich bin dafür vielleicht nicht gemacht!“

Wenige oder einzelne negative Erfahrungen können zur übergeneralisierten Gedanken führen. Anstatt anzunehmen, dass wir heute einfach keinen guten Tag haben, stellen wir uns gleich in Frage: Sind wir nicht dafür gemacht? Bekommen wir nichts auf die Reihe? Selbstverständlich ist der gerade erlebte Misserfolg dann auch der beste Beweis dafür.

Mit diesen Glaubenssätzen werden wir früher oder später solche Tätigkeiten vermeiden und im schlimmsten Fall uns sogar davon entfernen.

Übertreibungen

„Heute schaffe ich gar nichts!“

Während sich die Übergeneralisierung auf ganze Lebensbereiche wie zum Beispiel auf das Schreiben an sich bezieht, beschränkt sich die Übertreibung „nur“ auf die Bewertung einzelner Ergebnisse. Gelingt uns also mal nichts, stellen wir nicht gleich unsere generelle Fähigkeit in Frage, sondern „nur“ die konkrete, gerade existierende Herausforderung.

Schwarz-Weiß-Denken

„Entweder schaffe ich das jetzt oder ich lasse alles sein!“

Solche „Entweder-oder“- und „Alles-oder-Nichts“-Überzeugungen beschränken und hindern uns ebenso andere Möglichkeiten zu erreichen und unsere Ziele zu entdecken. Wir sind nicht in der Lage zufriedenstellende Ergebnisse oder Kompromisse zu finden.

Selektive Wahrnehmung

„Weil ich es dieses eine Mal nicht richtig gemacht habe, habe ich es nicht geschafft!“

Die selektive Wahrnehmung ist ein häufiger Bestandteil der oben genannten demotivierenden Gedanken. Allzuoft denken wir nur an die Ereignisse oder Dinge, die nicht so gelaufen sind wie wir sie uns erwünscht haben. Wir ignorieren die Dinge, die gut gelaufen sind, da wir sie für selbstverständlich halten. Die Situation nehmen wir dadurch nur selektiv, also unvollständig als in der Realität vorhanden, wahr.

Statt sich auf das eine Missgeschick zu konzentrieren, sollte man sich lieber über die restliche Zeit bewusst werden; da lief alles bestens!

Ungeprüfte Projektionen

„Bei dieser Aufgabe werde ich es nicht schaffen!“

Obwohl wir es zuvor noch nicht probiert haben, sind wir der Überzeugung etwas nicht zu können. Die Überzeugung leiten wir aus vergangenen Erfahrungen ab und glauben nun, dass wir für neue Dinge ebenso ungeeignet sind, obwohl völlig unbekannte Bedingungen gegeben sind. Häufig lassen sich diese Kombinationen nicht einmal vergleichen.
Diese ungeprüften Projektionen führen schließlich dazu, dass unsere Motivation sinkt und wir uns in neuen Bereichen nicht anstrengen oder engagieren.

Reduktionistische Gedanken

„So läuft das einfach nicht!“

Du kommst nicht weiter, weil du nicht das richtige Equipment besitzt? Du kommst nicht voran, weil das der falsche Ort ist?
Diese Art zu denken führt Erfolg auf eine einzelne Ursache zurück und besitzt dadurch ein enormes Potenzial zur Demotivation. Der Glaubenssatz verhindert, die vielen anderen Einflussfaktoren die zum übersehen des Erfolgs führen.

Gedankliches Wiederkäuen

„Ich muss immer wieder daran denken, was letztes Mal alles nicht geklappt hat!“

Beim gedanklichen Wiederkäuen neigen wir dazu, häufig intensiv darüber nachzudenken was alles zukünftig schiefgehen könnte. Hierbei können wir uns nicht von bereits erlebten negativen Erfahrungen lösen und somit spielen wir diese gedanklich immer wiederkehrend durch. Unsere Aufmerksamkeit bleibt somit auf möglicherweise auftretende Gefahren fixiert, wodurch wir uns ständig unser Scheitern vor Augen führen, welches zu einer Hinderung führt, mit Zuversicht nach vorne zu blicken.

Oft sind wir uns nicht bewusst, dass sich unsere Entscheidungen und Handlungen eben auf genau diesen hemmenden und demotivierenden Überzeugungen gründen. Daher sollten wir im ersten Schritt unsere Gedanken reflektieren und überprüfen. Mit dieser Liste können wir nun diese Glaubenssätze entlarven, um sie im Anschluss aktiv und motiviert zu ändern.

Hat Dir diese Liste geholfen Deine demotivierenden Gedanken zu entlarven?
Kennst Du eine weitere demotivierende Überzeugung, die ich noch mit in die Liste aufnehmen sollte? Dann schreib mir bitte in die Kommentare!

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