Blogparade: Mein Schreibzimmer

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Autorin Ricarda Howe von www.schreibsuechtig.de startete vor kurzem eine Blogparade mit dem Thema #Schreibzimmer. Das passt mir ganz gut, um meinen Beitrag Kreatives Chaos? Jein, danke! abzurunden.

Ich schrieb, dass mich Geräusche schnell ablenkten und so ist ein eigenes Schreibzimmer eine ziemlich praktische Lösung. Im Zimmer bin ich alleine, kann die Fenster und Türen schließen und damit einen Großteil der Alltagsgeräusche und Ablenkungen eliminieren.

In der Zeit, bevor ich ein eigenes Arbeitszimmer besaß, erlag ich der romantischen Vorstellung des hippen Autors, der bei Sonnenschein im Park oder mit einem angesagten Kaffeegetränk in einem fancy Café eines gentrifizierten Stadtviertels auf seinem MacBook tippt. Selbstverständlich ganz in seiner Story vertieft.

Wie auch immer. In Cafés oder Stadtparks war nichts mit Vertiefung oder Flow; ich kann dort nicht schreiben. Ob vorbeilaufende Jogger oder die Kaffeemaschine, die mal wieder die Milch aufschäumt; an diesen Orten passiert mir einfach zu viel Ablenkung.

Glücklicherweise entdeckte ich für mich recht schnell, dass Bibliotheken gut geeignete Ort sind. Nach dieser Entdeckung ging ich regelmäßig zum Schreiben in Bibliotheken. Dort fühlte ich mich in der Regel ungestört.

Als später dann ein Umzug bevorstand, stand für mich fest, dass ich ein eigenes Arbeitszimmer wollte. Durch einen glücklichen Zufall, hat sich auch genau das ergeben. Altbau mit Erker, der einen eigenen Raum mit verschließbarer Tür bildet. Perfekt! Wenn ich aus dem Fenster sehe, ist das Treiben auf der vorbeiführenden Straße für mich nicht sichtbar, stattdessen blicke ich auf grüne Baumkronen oder unauffällige Dächer. Und da er nach Süden ausgerichtet ist, habe ich dort von morgens bis abends Tageslicht.

Den Arbeitstisch übernahm ich übrigens vom Vormieter und benutze ihn mit den selben Regeln wie bei den „Schreibtischen/Desktops“ in Windows oder MacOS. Das heißt, alles kommt runter und nur die Dinge, die ich zum arbeiten oder schreiben brauche dürfen bleiben.

Hierher ziehe ich mich regelmäßig zurück und benutze es nur, wenn ich konzentriert arbeiten muss. Es ist ein glücklicher Luxus, den ich mit diesem Zimmer besitze und weiß es jedes Mal wertzuschätzen.

10 KOMMENTARE

  1. Dass du in dieser Ecke wunderbar schreiben kannst, kann ich mir sehr gut vorstellen! Sieht auch schlicht und einfach toll aus! Bin über die Blogparade auf deinen Blog gestoßen und werde jetzt wohl öfter vorbeischauen – gefällt mir, was und wie du schreibst 🙂

    • Hallo Sonja, vielen Dank! Ich habe mich gerade durch deine Blogs geklickt, gescrollt & gelesen und erwidere dein Kompliment. Insbesondere finde ich deine Beiträge zum Minimalismus und Home Office interessant und werde mir bestimmt das eine oder andere bei dir abgucken – selbstverständlich nur mit deiner Erlaubnis 😉
      Danke, dass du einen Kommentar hinterlassen hast; das ist immer sehr schätzenswert.

      • Und ich danke für das Kompliment 🙂 Abgucken und inspirieren lassen ist immer erlaubt – mache ich doch auch und dafür sind Blogs doch schließlich u.a. da 😉

        Liebe Grüße und einen schönen Abend!

        P.S. Ich muss jetzt wohl doch auch bei der Blogparade mitmachen – so viel Input und Inspirationen heute, das muss verarbeitet werden 😀

  2. Lieber Sascha, was für eine schöne Überraschung, auf dem litcamp plötzlich neben Dir zu sitzen! Und wie könnte man das litcamp-feeling besser konservieren, als bei Kollegen und Autorenfreunden zu schmökern!
    Toller Erker, bin ganz ‚geflasht‘. Und oute mich ebenfalls als unhip:)
    Komm gut nach Hause und Inspirationsfeuergrüße, Toni

    • Liebe Toni,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, das war eine ganz schöne Überraschung! 😀 Und während ich hier – jetzt zurück – auf meinen Baumwipfel gucke, denke ich an die Bilder deines wundervollen Gartens, der mich flasht hat! 😀 Fühl dich gedrückt!

  3. Hello Sascha, super schöner Schreibplatz!
    Die romantische Vorstellung des hippen Autors kenne ich auch. Funktioniert bei mir nicht, oder ich bin vielleicht einfach nicht hip genug?! Egal, ich empfinde mein Schreibzimmer auch als großen Luxus und bin froh, dass ich nun Ruhe habe zum Schreiben.
    Du sprichst auch noch einen anderen wichtigen Punkt an: ein „leerer“ Arbeitsplatz. Empfinde ich ebenfalls als sehr inspirierend.
    Frohes Schreiben!
    LG, Ricarda

    • Danke!
      Das „leere“ Kreativzimmer erwähnte ja auch schon Toni in ihrem Beitrag. Ich finde es sehr spannend zu sehen, wo wir alle Gemeinsamkeiten haben oder wir doch total unterschiedlich sind. Für Jan-Mikael z.B. käme so ein „cleaner“ Arbeitsplatz vielleicht gar nicht in Frage. 😉

      Da hast du eine spannende Blogparade gestartet und hoffe auf weitere interessante Einsichten und Beiträge dazu. 😀

    • Danke! 😁
      Wenn das Bild bei „Über Jan“ auf deiner Webseite dein Schreibtisch zeigt, dann bin ich gespannt welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Es sieht ebenfalls top aus!

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