Herausfinden was wirklich wichtig ist – Mortality Motivation

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TOD – Der Gedanke daran ist für die meisten Menschen beängstigend, furchterregend und deprimierend. Verständlich, da im Grunde jeder Mensch in Harmonie und Sicherheit leben möchte und insofern der Gedanke – vor allem an die eigene Sterblichkeit – eher unheimlich ist.
Insbesondere wenn der Gedanke an den Tod daran erinnert, was alles verloren und ebenso nicht mehr erreicht würde. Und genau das ist der Punkt bei der Mortality Motivation (Mortalitätsmotivation).

Irgendwann hört das Herz auf zu schlagen und wir sterben.

Es ist leider nicht von der Hand zu weisen, dass jedes Leben irgendwann einmal stirbt. Und ich wünsche jedem Menschen so lange zu leben wie es möglich ist. Dank der modernen und kontinuierlich besser werdenden Medizin, sind wir zwar im Stande den Tod immer weiter hinauszuzögern, allerdings sind wir (noch?) nicht unsterblich.

Mit dem Wissen, dass auch mein Herz irgendwann nicht mehr weiterschlagen wird, galt es für mich eine wichtige Frage zu klären:

Wie fühle ich mich nun mit diesem Bewusstsein darüber? Weshalb fühle ich so?

Wie ich in Wie ich wieder zum Schreiben fand schrieb, war die Vorstellung daran irgendwann zu sterben – insbesondere jederzeit sterben zu können – prägend für mich mein aktuelles Romanprojekt aus der Schublade zu holen. Mir wurde schnell bewusst, wie sehr ich es bereuen würde, mir diesen – ehrlich gesagt, doch (praktisch gedacht) sehr einfach zu erreichenden – Wunsch, einen eigenen Roman zu schreiben, nicht erfüllen zu können.*

Es ist verständlich, wenn man den Gedanken an die eigene Sterblichkeit vermeiden möchte, aber er half mir den Fokus auf die für mich wichtigen Dinge im Leben zu lenken.

„Man braucht zwei Dinge um Großes zu erreichen: einen Plan und zu wenig Zeit.“ – Zitat: Leonard Bernstein

Wunderbar an Leonard Bernsteins Zitat finde ich in diesem Zusammenhang, die Verdeutlichung des Begriffs Deadline. Dead = Tod, Line = Linie. Todeslinie.**

Vielleicht hilft es auch dir in diesem Sinne über deine Prioritäten im Leben nachzudenken. Werde dir bewusst darüber, dass dein Leben dein Projekt ist. Beim Erreichen deiner Deadline, ist dein Projekt bzw. dein Leben einfach beendet, ob du willst oder nicht. Prekär: wir nicht wissen wann wir unsere individuelle Deadline erreichen.

Der Gedanke an Sterblichkeit kann aufzeigen, dass die eigene Lebenszeit begrenzt und dadurch unglaublich kostbar ist. Diese simple Wahrheit vermag dir zu verdeutlichen das Beste aus der gegebenen Lebenszeit zu machen. – Nutze jeden Moment. Nutze jeden Atemzug.

 

* Das dieser Wunsch doch nicht so einfach zu erreichen ist, kannst du an anderer Stelle in diesem Blog lesen.
** Warum findet man diese eigentlich nicht auch auf der Handinnenfläche?

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