Zwischen Weihnachten und Neujahr stand ich in einem Buchladen und entdeckte ein gelbes Buch mit einem – auf den ersten Blick – chaotischen Cover. Neugierig nahm ich es in die Hand und die ersten Seiten haben mich sofort überzeugt. Ich kaufte es trotzdem nicht. Nicht sofort und nicht auf deutsch. Und nicht als Printausgabe. Aber genau das empfehle ich dir!

Spannung, Charaktere & Setting

Benedict Jackas „Fated“ ist der erste Band von mittlerweile insgesamt neun Bänden der sogenannten „Alex Verus“ Reihe. Alex Verus heißt der Protagonist und Erzähler der Geschichte. Er hat die besondere Fähigkeit in die Zukunft schauen zu können und wird plötzlich durch Umstände gezwungen seine Fähigkeiten für Magier einzusetzen.

Die Geschichte spielt in London. Es werden bekannte Orte und Sehenswürdigkeiten erwähnt, die im Buch noch eine magische Seite besitzen. Meine Befürchtung, während des Lesens zu oft Vergleiche mit „Harry Potter“ zu machen, bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht. Benedict Jacka schaffte es ein ganz eigenes magisches London/England zu erschaffen. Ich konnte mich sehr gut darauf einlassen und empfand diese Welt weit entfernt genug von J.K. Rowlings „Wizarding World„.

Schon der erste Satz machte mich neugierig und ist meiner Meinung nach ein gutes Beispiel für gelungene erste Sätze in einem Roman.

“Es war ein ruhiger Tag, also saß ich am Tresen, las in einem Buch und blickte in die Zukunft.”

Immer dann wann ich konnte las im Buch. Insbesondere waren mir der Protagonist und seine seltsamen Freunde auf Anhieb sympathisch. Es bereitete mir wirklich Spaß zu erleben wie sich Alex Verus durch sein Abenteuer manövrierte.

Schreibstil

Wie Eingangs erwähnt las ich das Buch nicht auf deutsch, sondern auf englisch. Ich stehe deutschen Übersetzungen etwas skeptisch gegenüber, bzw. favorisiere die Originalsprache von Autor*innen. Wortspiele und Metaebenen einer Geschichte gehen durch eine Übersetzung schnell mal verloren.

Aus diesem hauptsächlichen Grund kaufte ich nicht die deutsche Printausgabe. Ich finde sie aber sehr gelungen. Und wenn ich mir nicht vorgenommen hätte viel weniger physische Bücher zu kaufen, dann hätte ich es jetzt wahrscheinlich im Regal stehen.

Den Schreibstil empfand ich ansonsten als gelungen und flüssig. Ich konnte die Geschichte ohne im Lesefluss zu stolpern oder aus dem Rhythmus zu kommen angenehm lesen. Das gilt übrigens für die englische sowie deutsche Version.

Bei Random House habe ich übrigens eine deutsche Leseprobe gefunden, die ich dir hier gerne verlinke. https://www.randomhouse.de/leseprobe/Das-Labyrinth-von-London/leseprobe_9783734161650.pdf

Gestaltung

Das englische eBook-Cover empfinde ich nur als hässlich. Die eBook-Version stellt angekokeltes Pergament oder Papier dar und die Skyline Londons wurde sehr simpel in den Titel eingearbeitet. Die abgebildete Spinne, die sich vom “A” abseilt ist aber eine nette Anspielung. Ich wünschte mir für das eBook ein Cover-Update.

Ich möchte an dieser Stelle auch das deutsche Cover bewerten. Als ich nämlich das Cover mit der auffallenden Typographie sah und auf den Innenseiten eine passend gestaltete Karte von London entdeckte, war ich hingerissen. Designerisch finde ich das Cover wirklich gut!

Ich muss gestehen: gelbe Bücher empfinde ich als grundsätzlich sympathisch.

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Spannung
Spannung
Setting
Schreibstil
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