Auf der Suche nach Sciene-Fiction Romanen stieß ich zufällig auf die Autorin Nnedi Okorafor. Ihre Novelle “Binti” wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Ich las es und war begeistert. Kurz bevor ich dann die Fortsetzungen kaufen wollte, entdeckte ich, dass alle Novellen der Binti-Reihe nun in einem einzigen Trilogie-Band (+ eine extra Geschichte) erscheinen sollten. Perfekt!

Spannung, Charaktere & Setting

Die erste Geschichte mit und um Binti habe ich begeistert gefeiert. Binti ist eine begabte 17 jährige Himba, die als erste ihres Volkes ihr Dorf verlässt. Tradition ist den Himba aber sehr wichtig, weswegen es für Binti gar nicht so einfach ist. Ohne den Segen ihrer Familie, verlässt sie ihr zu Hause, um an einer intergalaktischen Universität zu studieren. 

Binti offenbart sich als starke, junge Frau mit Zweifeln und Leid. Dabei sieht sie sich auch noch Vorurteilen und Hass ausgesetzt, mal aufgrund ihres Schmucks, ihrer Kleidung oder ihrer traditionellen Körperbemalung.

Im Verlauf der weiteren Episoden, entwickelt sich Binti immer weiter. Das Thema bleibt allerdings immer das selbe: Ausgrenzung & Hass auf der einen Seite, Leid & Identitätsfindung auf der anderen.

Interessant finde ich, dass viele unterschiedliche Wesen an der Universität lehren und lernen, aber der Hass hauptsächlich von den Menschen ausgeht.

Schreibstil

Die Geschichten werden aus der Ich-Perspektive Bintis erzählt. Die Sätze sind kurz und präzise. Und nicht nur präzise, sondern optimiert. Ich kann nicht genau greifen was es ist oder warum es so auf mich wirkt, aber der Schreibstil ist für mich bemerkenswert. Ich empfehle es dringend im englischen Original zu lesen.

Gestaltung

Der Schutzumschlag der Trilogie ist interessant gestaltet. Es vermittelt mir ein Sci-Fi-Gefühl und zeigt das Gesicht einer jungen, afrikanischen Frau, in deren Augen sich der Kosmos spiegelt. Dabei fand ich auch schon das erste Cover der Novelle super.

Entfernt man den Schutzumschlag findet sich kein weiteres, auffälliges Design. Die Buchdeckel sind weiß und leer. Zum Buchrücken hin gibt es aber einen Kontrast. Man könnte hier von einem sehr minimalistischen Design sprechen.

Das es ursprünglich verschiedene, kurze Novellen über Binti waren, lässt sich auch noch deutlich an den unterschiedlich gestalteten Kapitel sehen. Während es im ersten Teil gar keine Kapitel-Überschriften gab, schrieb Nnedi Okorafor welche für den zweiten Teil, um dann im dritten Teil auch Kapitelnummern hinzuzufügen.

Fazit

Ich empfehle definitiv den ersten Teil der Binti-Reihe, welcher für mich auch der stärkste war. Die Fortsetzungen zeigten im Grunde nur mehr Hintergründe über ihr Volk und ihre Kultur. Gerne hätte ich Binti mehr charakterlich verändert gesehen, um dem Thema von Ausgrenzung vielleicht noch anders zu begegnen.

Überblick der Rezensionen
Spannung
Charaktere
Setting
Schreibstil
Gestaltung

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