„Metro 2033“ kannte ich zunächst nur als Computerspiel. Das Buch wurde als Product Placement sehr oft im Spiel eingebaut, und als ich mal wieder in einer Bahnhofsbuchhandlung vor dem Regal stand, weil mir mein Lesematerial ausgegangen war, kaufte ich es mir aus neugier. Das erste Kapitel konnte mich begeistern, aber darüber hinaus wurde es sehr zäh.

Spannung, Charaktere & Setting

Ich fand das erste Kapitel wirklich spannend, insbesondere das World Building. Autor Dimitry Glukhovsky hat mit seinem Metro-Universum eine wirklich spannende Dystopie und düstere Stimmung geschaffen.

Die Geschichte spielt in St. Petersburg, wo die Menschen nach einem Atomkrieg in den Tunneln der russischen Metro leben. Nur die hartgesottensten Söldner steigen an die Oberfläche, da dort nun gefährliche, animalische Mutanten leben. Aber auch zwischen den Metrostationen gibt es unterschiedliche, politische Konflikte.

Die Geschichte handelt von Artjom, der als kleiner Junge in die Tunnel fliehen konnte und bei einem neuem Ziehvater zu einem jungen Mann heranwuchs. Ein befreundeter Söldner bittet Artjom – jetzt ein junger Mann – , eine wichtige Nachricht zu übermitteln, falls dieser selbst nicht in wenigen Tagen zurückkehren sollte. Der Söldner kehrt nicht zurück und Artjom sieht sich gezwungen sein Versprechen einzuhalten. Ängstlich und gleichzeitig voller Vorfreude endlich was neues als nur seine Haltestelle zu sehen, zieht er in einer heimlichen Aktion los. Er kommt eine (befreundete) Station weiter und danach scheint ihm – und dem Autor – nichts mehr einzufallen. 

Artjom wirkte ab dort zu großen Teilen phlegmatisch und nur durch äußere Umstände und Zufälle angetrieben, um kreuz und quer durch die Metro zu reisen. Einzig die Hoffnung nochmals eine Spannung wie sie zu Beginn der Geschichte war zu erleben, ließ mich weiterlesen. Diese blieb aber aus.

Schreibstil

Den Schreibstil beschreibe ich mal als Standard-dritte-Person-Singular-Stil. Mir ist nichts erwähnenswertes aufgefallen.

Gestaltung

Für mich vermittelte das Buchcover die Stimmung in „Metro 2033“ recht gut und die Schriftart des Titels unterstrich das Thema einer Metro/U-Bahn-Welt. Hilfreich fand ich die übersichtliche Karte der Metro auf den ersten Buchseiten. Mit der konnte ich Artjoms Irrfahrt gut verfolgen. Auch die einzelnen Kapitelseiten wurden gestaltet, wobei diese mich in der Gestaltung eher an einen Abwasserkanal als an eine Metro erinnerten.

Fazit

Das Computerspiel wurde definitiv spannender geschrieben und gestaltet als die Buchvorlage. Ich kann „Metro 2033“ als Buch leider nicht empfehlen.

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Schreibstil

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