Als Jana Tomy ihr Erstlingswerk veröffentlichte, konnte ich kaum erwarten es in meinen Händen zu halten. Jana und ich kennen uns persönlich und umso gespannter war ich darauf ihren Debütroman zu lesen. Insgesamt hat mich die Story gut unterhalten, machte mir aber das Lesevergnügen schwer.

Spannung, Charaktere & Setting

“Sépharial – Verwoben” ist der erste von insgesamt zwei geplanten Bänden. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die wohlbehütete Lathalia und Fanai der Dieb. Sie leben beide in zwei unterschiedlichen Welten, die jedoch durch magische Kristalle verbunden sind. Und so kommt es, dass Fanai bei einem Diebstahl in die Welt von Lathalia eindringt und beide in ein Abenteuer geraten.

Ich fand es schön die unterschiedlichen Lebensarten von Fanai und Lathalia gezeigt zu bekommen und dabei einen kleinen Ausschnitt derer Welten kennenzulernen. Ich empfand die Gesichte als kurzweilig, so dass ich sie in kürzester Zeit durchgelesen hatte. Ein richtiges Mitfiebern stellte sich aber bei mir nicht ein.

Durch die glaubwürdige Hintergrundgeschichte der beiden Protagonisten fand ich Fanais und Lathalias Handeln nachvollziehbar, aber Schwierigkeiten hatte ich bei den Namen der Charaktere. Ob Fanai, Lathalia, Kahali, Marorck oder Nikion (u.a.), klingen und wirken diese Namen und Charaktere für mich stereotypisiert.

Schreibstil

An Jana Tomys grundsätzlicher Art zu schreiben habe ich nichts auszusetzen. Jedoch haben zwei Merkmale am Buch das Lesen für mich wirklich holprig gemacht und mich wiederholt und zuverlässig aus der Geschichte gezogen. Und zwar gibt es in der ersten Auflage des Buches leider auffällig viele Fehler. Da hat das Lektorat gepennt. Jana hat mir allerdings versichert, dass die Fehler bereits für die nächste Auflage korrigiert sind.

Und zweitens fiel es mir manchmal schwer dem Dialogen zu folgen. Es wurde nämlich konsequent der Begleitsatz (“,sagte xyz”) weggelassen. Ich persönlich bin auch der Meinung je weniger er vorkommt desto besser, aber halt nicht immer. Es gab Konstellationen, da wusste ich auch nach mehrmaligem Lesen einfach nicht, wer da wem antwortete. Diese zwei Lappalien sorgten leider bei mir für ein störendes Leseerlebnis.

Gestaltung

Über die Gestaltung war ich positiv überrascht. Da können sich, meiner Meinung nach, so einige andere Verlage eine Scheibe von abschneiden.

Ich finde den Schutzumschlag sehr harmonisch und thematisch gut gestaltet, obwohl er mich persönlich überhaupt nicht anspricht. Da ich Bücher gerne mit mir im Rucksack herumtrage, reißen mir die Schutzumschläge beim Verstauen schon mal ein, und deshalb nehme ich sie lieber vorher ab. Oftmals verbirgt sich dann darunter ein nicht gestaltetes Leinencover. Aber umso erfreuter war ich, als ich feststellte, dass das Cover von “Sépharial” darunter auch gestaltet war. Und dann auch noch in Anlehnung eines Buches, dass in der Geschichte vorkommt. 

Ich mag einfach solche liebevollen Details, welche sich auch auf den einzelnen Seiten des Buches finden lassen. Zuletzt immer einen Pluspunkt für mich wert: das Leseband. Ich finde die so praktisch und nützlich, das eigentlich jedes Buch eins haben sollte. Und ich werde auch nicht müde werden, dies immer wieder zu erwähnen. 🙂

Fazit

Ich bin sehr auf den zweiten Band gespannt, weil Jana Tomy mit “Sépharial – Verwoben” eine tolle Idee hatte, die eine Fortsetzung verdient.

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Charaktere
Setting
Schreibstil
Gestaltung

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