Warcross – Neue Regeln, Neues Spiel“ ist eine würdige Fortsetzung. Schon den ersten Teil wollte ich nur ungern aus der Hand legen, weil die Geschichte so temporeich und spannend war. In der selben Geschwindigkeit ging es dann auch nahtlos weiter.

Spannung, Charaktere & Setting

Meiner Meinung nach wäre es schwer geworden, den ersten Teil zu überbieten. Glücklicherweise hatte die Autorin, Marie Lu, das scheinbar auch nicht vor. Was sie allerdings nicht davon abhielt im selben Tempo viele weitere Wendungen und actionreiche Szenen zu erzählen.

Die Fortsetzung erschien diesmal brutaler und härter. Die neuen Charaktere fackelten nicht lange, wenn sich jemand ihnen in den Weg stellte. Auch ohne erneuten und krassen Mindblowing-Effekt war die Geschichte spannend.

Als Leser*in erfährst du mehr über die Hintergründe und findest Antworten auf Fragen, die aus dem ersten Band noch offen geblieben waren. Wieder geht es ums Ganze und Emika kämpft sich durch ihre verzwickte Situation.

Die Geschichte begann chronologisch nur wenige Wochen nach der Geschichte des ersten Buches. Die globalen Auswirkungen aus dem ersten Teil wurden aufgegriffen und dargestellt. Während Emika versuchte Herrin über die neue Lage zu werden, wurden neue Charaktere eingeführt. Diese fügten sich nahtlos in die Geschichte ein, so als gehörten sie schon immer dazu. Dafür traten Emikas Freunde aus dem ersten Teil sehr in den Schatten und auch der eSport “Warcross” tauchte kaum noch auf.

Beides bedauerte ich, wo mir doch die Dynamik und der Zusammenhalt zwischen den Freunden und die faszinierenden Welten von Warcross sehr gefielen. Schade.

“Bis jetzt habe ich in meinem Leben immer nur versucht zu stoppen, was schlecht war. Dies dagegen wäre die Gelegenheit, einmal auf ganz andere Weise Gutes zu tun: die Gelegenheit etwas zu erschaffen.” – Emika Chen

Schreibstil

Marie Lu blieb der Reihe im Schreibstil treu. Es wirkte so als wäre die Geschichte direkt im Anschluss an den ersten geschrieben. Tatsächlich könnte man auch ein dickes Buch daraus machen.

Wie auch schon im ersten Band schrieb die Autorin in der Gegenwartsform, was der gesamten Geschichte eine gewisse Geschwindigkeit und Spannung verlieh.

Gestaltung

Ich fand das zweite Buch schlechter als seinen Vorgänger gestaltet. Erneut ist das Cover-Motiv unpassend. Die junge Frau auf dem Cover passte nicht zur Emika Chen wie sie im Buch dargestellt wurde. Im Hintergrund des Motivs sind Ruinen von Hochhäuser zu sehen und dahinter scheint es zu brennen. Es gibt kein Szenario in der Geschichte, das es so oder auch nur ähnlich widerspiegelt. Das ist jetzt vielleicht Meckern auf hohem Niveau, aber mir fällt es auf und es stört mich leider.

Enttäuscht wurde ich dann noch durch ein fehlendes Leseband. Kein Quatsch. Ich saß und las glücklich vor mich hin, wollte das Buch zur Seite legen und suchte erfolglos nach einem Leseband. Es gab doch auch eines am ersten Buch. Wieso nicht in der Fortsetzung? Sind die so teuer? Hatten die nicht die richtige Farbe vorrätig? Waruuuuumm? </Drama off>

Das Buch war sonst in gewohnt angenehmer Haptik.

Überblick der Rezensionen
Spannung
Charaktere
Setting
Schreibstil
Gestaltung

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